Ostrovec liegt im Süden Tschechiens, eingebettet im hügeligen Gelände des Píseker Hügellands. Der Ort erstreckt sich im Tal der Lomnice, nahe dem großen Orlíkstausee, der durch die Flutung des Otavatals entstand. Die Gemeinde grenzt im Norden an Varvažov, im Osten an Oslov und im Süden an Vráž. Eine Eisenbahnlinie verbindet Ostrovec mit den Nachbarorten.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Ostrovec im Jahr 1323, als zwei seiner heutigen Ortsteile, Dolní Ostrovec und Dědovice, in historischen Schriften auftauchten. Lange gehörte der Ort zur Burg Klingenberg, später zur Herrschaft Cerhonice. Nach dem Dreißigjährigen Krieg lag Ostrovec wüst, bis es im 17. Jahrhundert wieder besiedelt wurde. Die Stadt Písek erwarb damals große Waldflächen und förderte die Ansiedlung neuer Bewohner. Im 19. Jahrhundert entstanden aus den ursprünglichen Dörfern drei eigenständige Gemeinden, die erst im 20. Jahrhundert zu Ostrovec vereint wurden.
Heute besteht Ostrovec aus drei Ortsteilen: Dolní Ostrovec, Horní Ostrovec und Dědovice. Besonders sehenswert sind die Kapellen in den Ortsteilen sowie die traditionellen Holzhäuser in Dolní und Horní Ostrovec. Die Umgebung bietet Naturreservate wie die Dědovické stráně am Orlíkstausee und das Naturdenkmal V Obouch im Lomnicetal.