Ostermiething liegt im oberösterreichischen Innviertel am Südrand des Weilhartsforstes auf etwa 423 Metern Höhe. Die Salzach bildet im Westen die Grenze zu Deutschland, wo jenseits des Flusses die bayerische Stadt Tittmoning liegt. Die Gemeinde erstreckt sich über rund 22 Quadratkilometer, wobei Wälder etwa ein Viertel und landwirtschaftliche Flächen fast 60 Prozent der Fläche einnehmen. Das Klima ist durch die südwestliche Ausrichtung begünstigt, mit sandig-lehmigen Böden, die vor allem Grünland und Futterbau begünstigen.
Erstmals erwähnt wurde Ostermiething im Jahr 740 als „Ostermuntingin“ in einer Schenkungsurkunde des bayerischen Herzogs Odilo. Schon um 500 bestand hier ein Wirtschaftshof der Agilolfinger, der später zur königlichen Pfalz erhoben wurde. Jahrhundertelang gehörte der Ort zu Bayern, bis er 1779 nach dem Frieden von Teschen an Österreich fiel. Nach kurzer Zugehörigkeit zu Napoleonischen Gebieten kehrte Ostermiething 1816 endgültig zu Oberösterreich zurück. 1927 erhielt es den Status eines Marktes.
Die barocke Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit ihrer Rokokoausstattung prägt das Ortsbild. Im ehemaligen Pfarrhof finden sich spätgotische Fresken, die eine „verkehrte Welt“ darstellen. Die Gemeinde ist Heimat bekannter Persönlichkeiten wie des Physikers Werner Gruber oder des Fußballschiedsrichters Dieter Muckenhammer. Sportlich ist Ostermiething durch Vereine wie den Union FC Stampfl-Bau vertreten, der bis in die oberösterreichische Liga aufstieg. Ein Weitwanderweg, der Rupertiweg, führt durch die Region.