Olten liegt im Kanton Solothurn am Jurasüdfuss, eingebettet in einen Talkessel beiderseits der Aare. Die Stadt wird von den Hügeln Born, Engelberg und Säli umgeben, wobei der Säli als Hausberg gilt. Im Süden erstreckt sich das Gemeindegebiet bis zur Aareklus und umfasst das Ruttigertal sowie Teile von Ruppoldingen. Nachbarorte sind im Westen Boningen, Kappel und Wangen, im Norden Trimbach und Winznau, im Osten Starrkirch-Wil und Dulliken sowie im Süden die aargauischen Gemeinden Aarburg und Rothrist.
Die erste Erwähnung Oltens geht auf eine Martinskirche zurück, die auf römischen Fundamenten stand und 1422 einem Stadtbrand zum Opfer fiel. Später wurde die Stadt durch den Bauernkrieg 1653 geprägt, als Solothurn ihr Siegelrecht entzog. Olten entwickelte sich zu einer wichtigen Bahnstadt, besonders durch die Centralbahn-Werkstätte unter Niklaus Riggenbach. Die Eisenbahn prägte die Stadt nachhaltig, was sich auch in der Architektur und dem Wachstum der Bevölkerung widerspiegelt.
Olten ist bekannt für seine markante Bahnhofsarchitektur aus dem Jahr 1903, die als Knotenbahnhof dient. Die Stadt beherbergte einst das Kapuzinerkloster mit Reliquien des Katakombenheiligen Sankt Theodor, das 2024 verlassen wurde. Kulturell bedeutsam ist die christkatholische Kirche, deren erste Gemeinde in Olten entstand und die 1875 eine Nationalsynode ausrichtete. Die Stadt ist zudem ein Zentrum für verschiedene Konfessionen, darunter die Apostolischen Christen.