Olette liegt im südfranzösischen Bergland, wo die Têt und ihr Zufluss Cabrils ein tiefes Tal formen. Auf etwa 600 Metern Höhe breitet sich das Dorf am linken Ufer des Flusses aus, während der Ortsteil Évol sich 300 Meter höher wie ein Aussichtspunkt über das Tal erhebt. Die Region gehört zum Conflent und ist Teil des Regionalen Naturparks Pyrénées Catalanes. Von Perpignan aus ist Olette über die Route nationale 116 zu erreichen.
Erstmals erwähnt wird Évol im Jahr 1137 als Teil der Vizegrafschaft Cerdanya, doch seine Blütezeit begann mit dem Bau der Burg durch Guillaume de So im 13. Jahrhundert. Später prägte eine katalanische Schmiede das Leben im Ortsteil, bis Évol 1827 nach Olette eingemeindet wurde. Der Ort lebte lange von traditionellen Handwerken und der Landwirtschaft in den umliegenden Bergen.
Heute zieht Olette Besucher mit seiner malerischen Umgebung und historischen Bauwerken an. In Évol stehen noch mittelalterliche Häuser aus Schiefer, während die Burgruine und die Kirche Saint-André Zeugnisse vergangener Zeiten sind. Ein Volkskunstmuseum und die Schmalspurbahn Ligne de Cerdagne, liebevoll „Le canari“ genannt, bereichern das kulturelle Angebot. Der nahe Gebirgspass Coll de la Llose lädt im Winter zum Skilanglauf ein.