Oberkochen liegt im Ostalbkreis in Baden-Württemberg, eingebettet zwischen Albuch und Härtsfeld. Der Ort erstreckt sich über die Täler des Schwarzen Kochers und des Gutenbachs, wobei der Volkmarsberg mit über 740 Metern den höchsten Punkt markiert. Südlich der Stadt entspringt der Kocher, ein Nebenfluss des Neckars, der dem Ort seinen Namen gab. Die Landschaft ist geprägt von Karstquellen und kleinen Bachläufen, die teilweise verdolt durch das Stadtgebiet fließen.
Die erste Erwähnung Oberkochens datiert auf das Jahr 1335, doch archäologische Funde belegen eine Besiedlung bereits in der Bronzezeit. Im Mittelalter war der Ort herrschaftlich geteilt, wobei ein Teil dem Kloster Ellwangen und der andere dem Kloster Königsbronn unterstand. Diese Teilung führte zu konfessionellen Spannungen nach der Reformation. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Oberkochen zu einem Zentrum der industriellen Bohrermacherei, bevor nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Ansiedlung von Carl Zeiss ein wirtschaftlicher Aufschwung einsetzte.
Heute prägen die Leitz GmbH & Co. KG und der Technologiekonzern Carl Zeiss das Bild der Stadt. Die katholische Kirche St. Peter und Paul mit ihrem romanischen Turm sowie die historische Kochenburg in Unterkochen sind bedeutende Bauwerke. Die Heide, einst eine Schafweide, ist heute ein bebauter Stadtteil mit eigenem Charakter. Oberkochen verbindet damit historische Wurzeln mit moderner High-Tech-Industrie.