Sehenswürdigkeiten in Neuenrade
Neuenrade liegt im Nordwesten des Sauerlands, eingebettet im oberen Tal der Hönne und ihres Nebenflusses Borke. Der tiefste Punkt des Stadtgebiets befindet sich an der Mündung der Höllmecke in die Lenne auf etwa 197 Metern Höhe, während der Kohlberg mit dem Quitmannsturm mit 513,7 Metern die höchste Erhebung bildet. Die Stadt grenzt im Osten an Sundern, im Süden an Plettenberg und im Westen an Werdohl und Altena. Ihr Gebiet ist zu mehr als der Hälfte von Wald bedeckt, gefolgt von landwirtschaftlichen Flächen.
Die Gründung Neuenrades geht auf die Grafen von der Mark zurück, die hier im 14. Jahrhundert eine befestigte Plansiedlung gegen die Grafschaft Arnsberg anlegten. Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort 1220 als Siedlung Rode, doch erst 1353 begann Gerhard von Plettenberg mit dem Bau einer Burg und einer kleinen Stadt mit schachbrettartigem Grundriss. 1355 erhielt Neuenrade Stadtrechte und entwickelte sich zu einem Handelsplatz für Kleineisenwaren und später auch für Tuche. Mehrfach von Bränden heimgesucht, blieb das Wachstum begrenzt, bis die Industrialisierung im 19. Jahrhundert neue Verbindungen schuf.
Heute prägen vor allem mittelständische Betriebe das Wirtschaftsbild der Stadt. Ein markantes Bauwerk ist die alte Gerichtslinde, die an die ehemalige Burg und die hohe Gerichtsbarkeit erinnert. Die Hönnetal-Bahn brachte später eine direkte Anbindung an das Eisenbahnnetz. In der NS-Zeit kam es zu Konflikten, etwa durch die Gleichschaltung örtlicher Vereine oder die Verfolgung politischer Gegner. Die Umgebung lädt mit ihren Bergen und Wäldern zum Wandern ein, während die Stadt selbst durch ihre historische Struktur und die Nähe zu Naturparks wie dem Sauerland-Rothaargebirge besticht.
📋 Zahlen & Fakten
- Einwohner
- 11.835
- Fläche
- 54,1 km²
- Seehöhe
- 367 m
- Bezirk
- Märkischer Kreis
- Website
- www.neuenrade.de
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