Mühlbachl liegt im westlichen Teil des Wipptals in Tirol, an der Westseite des nördlichen Abschnitts. Das Gemeindegebiet reicht vom Südabhang des Schönbergs entlang des Matreiwaldes bis zur Grenze von Steinach, wo das Navistal mündet. Der höchste Punkt ist die Serles mit 2717 Metern, die Goethe als „Hochaltar von Tirol“ bezeichnete.
Frühe Spuren einer Besiedlung stammen aus der Zeit vor über 3000 Jahren, als hier wichtige Handelswege wie die Brennerstraße und die Salzstraße zusammenliefen. Eine römische Straßenstation namens Matreyum könnte sich auf dem Schlosshügel befunden haben. Der Name Mühlbachl taucht erstmals 1292 in einer Urkunde auf, doch schon im 10. oder 11. Jahrhundert wurde eine Mühle erwähnt. Burgen wie die vordere und hintere Veste Matrei prägten die Region, wobei letztere später an die Herren von Matrei und schließlich an die Familie Trautson ging. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss Trautson schwer beschädigt.
Besonders bekannt ist das Wallfahrtskloster Maria Waldrast auf 1641 Metern Höhe, das 1429 als Gotteshaus entstand und 1621 zu einem Servitenkloster erweitert wurde. Ein weiteres Wahrzeichen ist die Kapelle Hll. Peter und Paul in Mützens, die bereits 1236 erwähnt wurde. Das Vereinsleben ist lebendig, etwa durch die Musikkapelle, die zu den ältesten Tirols zählt, oder die Freiwillige Feuerwehr. Die Landschaft um die Serles und das Kloster lädt zu Wanderungen ein.