Mojácar liegt versteckt in den Ausläufern der Sierra Cabrera, nur etwa zwei Kilometer von der Küste des Mittelmeers entfernt. Die Stadt thront auf einer Anhöhe und bietet einen weiten Blick über die Landschaft. Von hier aus sind es etwa neunzig Kilometer zur Provinzhauptstadt Almería, die über die Autobahn A-7 erreichbar ist.
Die Wurzeln Mojácars reichen weit zurück, der Name könnte sich aus dem lateinischen „Monte Sacrum“ entwickelt haben. Früher lag der Ort bei den Ruinen von Alt-Mojácar, bevor er unter verschiedene Herrschaften geriet. Zunächst stand er unter dem Einfluss von Murcia, später dem Kalifat von Córdoba und schließlich dem Königreich Granada. Im 14. Jahrhundert verstärkte man die Verteidigungstürme, um die Grenzen zu schützen. Nach einem Angriff im 15. Jahrhundert kapitulierte die Stadt schließlich vor den Katholischen Königen und erhielt den Titel einer Stadt. Die weiß getünchten Häuser und engen Gassen zeugen noch heute vom maurischen Erbe.
Die Altstadt mit ihren weiß gekalkten Häusern und schmalen Gassen prägt das Bild Mojácars. Besonders sehenswert ist die Pfarrkirche Santa María, die einst als Festung diente, sowie die Wallfahrtskapelle Nuestra Señora de los Dolores. Ein Stadttor und ein Volksbrunnen ergänzen das historische Ensemble. Jährlich finden Feste wie „Mauren und Christen“ oder das Rosenkranzfest statt, die auf die kulturelle Vielfalt der Region verweisen. Die Burgruine auf dem höchsten Punkt der Stadt und die Wachtfestung am Macenas-Strand erinnern an die bewegte Vergangenheit.