Mailand liegt in der Po-Ebene, einer weiten, flachen Landschaft zwischen dem Fluss Po im Süden und den Alpen im Norden. Die Stadt wird von zwei Flüssen durchzogen, dem Olona im Westen und dem Lambro im Osten, während die historischen Navigli-Kanäle sie mit den oberitalienischen Seen verbinden. Mit über einer Million Einwohnern ist sie die zweitgrößte Stadt Italiens und Zentrum einer Metropolregion mit mehr als sieben Millionen Menschen. Die umliegenden Gemeinden reichen bis nach Como, Bergamo und Varese.
Die Wurzeln Mailands reichen bis zu einer keltischen Siedlung zurück, die später von den Römern unter dem Namen Mediolanum erobert wurde. Im Mittelalter entwickelte sie sich zu einer mächtigen Handelsstadt und wurde nach der Zerstörung durch Friedrich Barbarossa neu aufgebaut. Unter den Visconti und später den Sforza erlebte sie eine Blütezeit als Zentrum der Renaissance. Fremde Herrscher wie Franzosen, Spanier und Österreicher prägten über Jahrhunderte ihre Geschichte, bis sie nach der Einigung Italiens zur führenden Industriestadt des Landes wurde.
Heute ist Mailand eine der wichtigsten Kultur- und Modemetropolen Europas, bekannt für ihre historischen Bauwerke und Kunstschätze. Die Stadt beherbergt ein UNESCO-Weltkulturerbe und ist ein bedeutender Finanzplatz mit der Italienischen Börse. Ihre verkehrsgünstige Lage macht sie zu einem zentralen Knotenpunkt für Schienen-, Autobahn- und Flugverkehr. Mit drei internationalen Flughäfen verzeichnet sie die höchsten Passagierzahlen Italiens.