Mescherin liegt im Nordosten Brandenburgs, eingebettet zwischen der Westoder und einer Endmoräne. Der Hauptort schmiegt sich an das steile Oderufer, während die Westoder hier als Grenzfluss zu Polen dient. Nördlich beginnt ein langer Grenzabschnitt, der sich bis zum Stettiner Haff zieht. Nachbarorte wie Gryfino und Penkun umgeben die Gemeinde, die selbst zum Nationalpark Unteres Odertal gehört.
Erstmals taucht Mescherin 1297 in einer Urkunde auf, doch nach dem Dreißigjährigen Krieg fiel es für Jahrzehnte an Schwedisch-Pommern. Im 19. Jahrhundert prägte der Sandabbau die Gegend, später entstanden Holz- und Eisenbrücken über die Oder. Nach dem Krieg wurde die zerstörte Brücke wiederaufgebaut, und seit den 1970er Jahren entwickelte sich Mescherin zu einem Anziehungspunkt für Touristen mit Campingplätzen und einem restaurierten Bollwerk.
Heute besticht die Gemeinde durch ihre Natur und Bauwerke wie den Beobachtungsturm, der Vogelbeobachtungen im Staffelder Polder ermöglicht. Die Gedächtniskirche Rosow erinnert an Flucht und Vertreibung. Ein Grenzübergang verbindet Mescherin mit der polnischen Stadt Gryfino, und der Ort diente sogar als Schauplatz eines Romans.