Marquay liegt im Périgord noir, einer touristisch geprägten Region im Südosten des Département Dordogne. Die Gemeinde wird von den Flüssen Grande Beune und Petite Beune durchzogen, die tief in die hügelige Landschaft eingeschnitten sind. Mit etwa 298 Metern Höhe im Osten und 80 Metern im Westen erstreckt sich Marquay über eine bewaldete Hügellandschaft, wobei rund zwei Drittel der Fläche von Wald bedeckt sind.
Der Name Marquay taucht erstmals im 13. Jahrhundert auf, doch seine genaue Herkunft bleibt unklar. Im Mittelalter gehörte die Seigneurie Puymartin zur Abtei Saint-Sacerdos in Sarlat-la-Canéda, bevor sie im Hundertjährigen Krieg von den Engländern erobert und zerstört wurde. Später wiederaufgebaut, diente die Burg während der Hugenottenkriege als katholischer Stützpunkt. Die Region ist reich an prähistorischen Stätten wie dem Felsunterstand Cap Blanc, der zum UNESCO-Welterbe gehört und Skulpturen aus der Magdalénien-Zeit birgt.
Heute ist Marquay für seine urgeschichtlichen Fundstätten bekannt, darunter eine Höhle in La Grèze mit Felszeichnungen aus der Altsteinzeit. Die Höhle, die seit 2009 als Monument historique geschützt ist, wurde von Prähistorikern wie Henri Breuil erforscht. Die Gemeinde erhielt 2025 die Auszeichnung „Eine Blume“ für ihre blumengeschmückten Orte.