Maria Lankowitz liegt in der Weststeiermark, eingebettet zwischen den Ausläufern der Stubalpe und dem Kemetberg, dessen Gipfel mit über 1700 Metern Höhe den höchsten Punkt der Gemeinde bildet. Im Osten grenzt der Ort direkt an Köflach, während sich das Gemeindegebiet bis zum Alten Almhaus erstreckt, einem Übergang ins Murtal. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln, Almwiesen und stillgelegten Bergbaulandschaften, die heute als Badeseen genutzt werden.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Römerzeit zurück, wie Funde am Franziskanerkogel belegen. Im Mittelalter entstand auf demselben Hügel die Primaresburg, eine Wehranlage der Eppensteiner. Der Name leitet sich von einer slawischen Bezeichnung ab und verweist auf eine Ansiedlung an einer Uferaue. Die Wallfahrtskirche wurde erstmals 1415 erwähnt und erlebte durch Kaiser Friedrich III. einen Aufschwung, der den Bau von Schloss, Kloster und Kirche veranlasste. Später prägte der Bergbau das Leben, bis die Gruben stillgelegt wurden und der Fremdenverkehr an Bedeutung gewann.
Heute ist Maria Lankowitz vor allem als Wallfahrtsort bekannt, dessen barocke Kirche mit einer berühmten Marienstatue und Fresken des Malers Felix Batazutti Besucher anzieht. Das Franziskanerkloster und die Antoniuskapelle ergänzen das kulturelle Erbe. Sportliche Höhepunkte sind der Xentis-Triathlon am Pibersteiner See und die Erfolge des Fußballvereins FC Lankowitz. Die Gemeinde verbindet damit historische Traditionen mit einer lebendigen Gegenwart inmitten einer abwechslungsreichen Berglandschaft.