Sehenswürdigkeiten in Lannion
Lannion liegt in der Bretagne am Fluss Léguer, der kurz darauf in den Ärmelkanal mündet. Die Stadt ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Arrondissements und des Kantons Lannion im Département Côtes-d’Armor.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Prähistorik zurück, später hinterließen Bronzezeit und Römerzeit ihre Spuren. Im fünften Jahrhundert wanderten bretonische Flüchtlinge aus England ein, im neunten Jahrhundert zerstörten Piraten die nahe Hafenstadt Le Yaudet. Im elften Jahrhundert entstand an einer wichtigen Flussquerung eine Siedlung, die 1154 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Im Mittelalter entwickelte sich Lannion durch Handel und eine herzogliche Burg zu einer bedeutenden Stadt, die jedoch im Bretonischen Erbfolgekrieg von den Engländern niedergebrannt wurde. Später blühte der Seehandel mit England und Nordeuropa auf, bis Kriege und Religionskonflikte im 16. Jahrhundert schwere Zerstörungen brachten.
Heute prägen historische Bauwerke wie das älteste erhaltene Steinhaus aus dem Jahr 1420 und die Kirche Saint-Jean-du-Baly das Stadtbild. Der Fremdenverkehr an der nahegelegenen Côte de Granit Rose gewann ab dem frühen 20. Jahrhundert an Bedeutung, unterstützt durch den Bau der Küstenstraße. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Lannion durch die Ansiedlung der Telekommunikationsindustrie und die Vereinigung mit umliegenden Gemeinden zu einem modernen Zentrum. Die Stadt fördert aktiv die bretonische Sprache und Kultur.
📋 Zahlen & Fakten
- Einwohner
- 20.315
- Fläche
- 43,91 km²
- Seehöhe
- 107 m
- Bezirk
- arrondissement de Lannion
- Website
- www.lannion.bzh
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