Lacaune liegt in den südfranzösischen Bergen, am Nordrand der Monts de Lacaune, wo die Höhen bis über tausend Meter reichen. Die Gemeinde befindet sich etwa hundertzwanzig Kilometer östlich von Toulouse und siebzig Kilometer nordwestlich von Béziers. Sie gehört zum Département Tarn in der Region Okzitanien und ist Teil des Regionalen Naturparks Haut-Languedoc.
Die Gegend war bereits in der Bronzezeit besiedelt, wie Statuenmenhire belegen, und später von den keltischen Tektosagen geprägt. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit blieb die Überlieferung spärlich. Wirtschaftlich prägten lange Zeit Fleischverarbeitung, Schafszucht und Käseherstellung das Bild, etwa für Roquefort. Während des Zweiten Weltkriegs diente Lacaune unter dem Vichy-Regime als Zwangsaufenthaltsort für Juden.
Die Stadt besticht durch historische Bauwerke wie den Renaissance-Brunnen Fontaine des Pisseurs, die Kirche Notre-Dame und das Château de Calmels. Ein besonderes Zeugnis der Vergangenheit ist der Tour de Calmels, eine ungewöhnliche Scheune aus dem 19. Jahrhundert. Nahebei erhebt sich der Peyro Lebado, Europas größter Statuenmenhir, der auf einem Rundweg erkundet werden kann. Das Musée du vieux Lacaune zeigt Szenen des früheren Lebens.