Křimov liegt im Nordwesten Tschechiens, eingebettet zwischen den Tälern der Hutná und des Křimovský potok. Der Ort befindet sich auf einem Höhenzug im Erzgebirge, etwa acht Kilometer nordwestlich von Chomutov. Die Silnice I/7 verläuft westlich der Ortsmitte und verbindet als Teil der kürzesten Straßenverbindung zwischen Leipzig-Halle und Prag die Region mit Deutschland.
Erstmals erwähnt wurde Křimov im Jahr 1281, als es im Besitz des Deutschritterordens in Komotau war. Die Lage an der Reichsstraße brachte zwar Vorteile, doch in Kriegszeiten litt der Ort darunter. Die Bewohner lebten hauptsächlich von der Landwirtschaft. Später wurde Křimov Teil des protestantischen Kurfürstentums Sachsen, und 1672 entstand hier die erste Pfarrei. Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete der Ort ab 1850 mit Zollhaus eine politische Gemeinde.
Heute ist Křimov vor allem für sein Eisenbahnmuseum bekannt, das an die historische Bedeutung der Eisenbahnstrecke erinnert. Die Talsperre Křimov, zwischen 1953 und 1958 erbaut, prägt die Landschaft. Ein bekannter Sohn der Gemeinde ist der österreichische Physiologe Gustav Schubert. Die stillgelegte Strecke nach Reitzenhain zeugt von der früheren Verbindung nach Sachsen.