Koszalin liegt in Hinterpommern, umgeben von ausgedehnten Wäldern und geprägt durch die Nähe zur pommerschen Ausgleichsküste. Nur zwölf Kilometer nördlich erstreckt sich die Küste mit dem Jamunder See, vor dem sich Badeorte wie Mielno und Łazy befinden. Im Süden und Osten erhebt sich der Gollenberg, ein 137 Meter hoher Hügel, der das Stadtbild mitbestimmt. Die Stadt ist die zweitgrößte in der Woiwodschaft Westpommern und erfüllt als Regiopole wichtige regionale Funktionen.
Erstmals tauchte der Ort 1214 als Cossalitz in einer Schenkungsurkunde auf, als Herzog Bogislaw II. das Gebiet an das Kloster Belbuck übertrug. 1266 erhielt die Stadt unter dem Namen Cussalin nach Lübischem Recht Stadtrecht und entwickelte sich zu einem Handelsplatz an der wichtigen Route von Stettin nach Danzig. Als Hansestadt und Residenz der pommerschen Herzöge erlebte sie Blütezeiten, doch Brände, Kriege und Seuchen schwächten sie immer wieder. Nach schwedischer und preußischer Herrschaft wurde die Stadt im 18. Jahrhundert unter Friedrich Wilhelm I. wiederaufgebaut und entwickelte sich zu einem Verwaltungs- und Bildungszentrum.
Heute prägen historische Bauwerke wie das Renaissance-Schloss aus dem 16. Jahrhundert das Stadtbild. Koszalin ist Sitz eines Powiats und beherbergt kulturelle Einrichtungen, die auf seine wechselvolle Geschichte verweisen. Die umliegenden Wälder und die nahe Küste bieten Erholungsmöglichkeiten und verleihen der Stadt einen besonderen Charme.