Introbio liegt in der Lombardei, etwa 14 Kilometer nordöstlich von Lecco und 60 Kilometer von Mailand entfernt. Die Gemeinde grenzt an Barzio, Pasturo und Premana sowie an Gerola Alta, Valtorta und Primaluna. Eingebettet in die bergige Landschaft des Valsassina, bietet der Ort eine malerische Umgebung.
Die erste urkundliche Erwähnung Introbios stammt aus dem Mittelalter, doch seine Geschichte ist geprägt von der Lage an wichtigen Verkehrswegen. Im 11. Jahrhundert entstand der Arrigoni-Turm als Teil eines Verteidigungssystems gegen Einfälle. Später wurde der Ort von lokalen Konflikten zwischen Guelfen und Ghibellinen sowie von Angriffen der Graubündner betroffen. Wirtschaftlich lebte die Gemeinde lange von der Landwirtschaft und dem Handel, besonders durch den Abbau von Mineralien in der Region.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild Introbios. Die Pfarrkirche Sant’Antonio Abate wurde Ende des 19. Jahrhunderts im neoklassizistischen Stil errichtet, während die Kirche San Michele mit einem byzantinischen Madonnenbild aus dem 12. Jahrhundert aufwartet. Ein besonderes Ereignis ist die jährliche Prozession zur Kirche Beata Vergine della Neve, die an die Verschonung von der Cholera erinnert. Die Villa Migliavacca, ein architektonisches Juwel aus dem frühen 20. Jahrhundert, dient heute als Rathaus. Persönlichkeiten wie der Ingenieur und Historiograph Giuseppe Arrigoni prägten die lokale Geschichte.