Holany liegt im Norden Tschechiens, eingebettet im Tal des Bieberbachs und am Hohlener Teich. Südlich breitet sich die Daubaer Schweiz aus, während nordwestlich das Böhmische Mittelgebirge beginnt. Etwa neun Kilometer entfernt liegt Böhmisch Leipa.
Die Siedlung zählt zu den ältesten slawischen Gründungen der Region und wurde erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt. Ursprünglich im Besitz der Berger, wechselte der Ort später an die Wartemberger, die hier ein größeres Herrschaftsgebiet aufbauten. Holany entwickelte sich zu einem Marktort, doch der Niedergang setzte ein, als neue Straßen den Handel verlagerten und ein Brand das Städtchen traf. Die Bewohner lebten von Handwerk, Landwirtschaft und vor allem vom Hopfenanbau.
Heute prägen eine barocke Kirche und zahlreiche denkmalgeschützte Volksbauten das Ortsbild. Ein Gedenkstein erinnert an eine antifaschistische Versammlung kurz vor der Münchner Konferenz. Seit 2006 trägt Holany den Titel einer Minderstadt. Zu der Gemeinde gehören mehrere Ortsteile wie Lauben und Rübenau.