Haßloch liegt im Südosten des Landkreises Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz, nahe dem Ballungsraum Mannheim/Ludwigshafen. Die Gemeinde wächst aus einem historischen Kern und ist heute eine zusammenhängende Siedlungsfläche mit einer abseits gelegenen Wehlachsiedlung. Im Süden grenzt sie an den Speyerbach, der die Gemarkung von Neustadt trennt, während der Rehbach den südlichen Siedlungsrand streift. Östlich erstreckt sich der Ordenswald, und Nachbarorte sind etwa Meckenheim oder Böhl-Iggelheim.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, später folgten keltische und römische Siedler. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem 8. Jahrhundert unter dem Namen „Hasalaha“, was so viel wie „durch Haselgebüsch fließendes Gewässer“ bedeutet. Im Mittelalter wechselte Haßloch mehrfach die Herrschaft, etwa durch die Kurpfalz oder die Grafen von Leiningen, deren Burg im 15. Jahrhundert zerstört wurde. Kriege und Konflikte prägten die Neuzeit, darunter der Dreißigjährige Krieg und die französische Besetzung.
Heute ist Haßloch mit über 20.000 Einwohnern die größte Gemeinde des Landkreises und gilt als Mittelzentrum. Die evangelische Pauluskirche und die ältere katholische St.-Ulrich-Kirche spiegeln die konfessionelle Geschichte wider. Einst gab es hier eine jüdische Gemeinde mit Synagoge und Friedhof, die im 20. Jahrhundert unterging. Der Ort ist auch für seine Rolle in der Marktforschung bekannt, da er von 1986 bis 2021 als deutsche Durchschnittsgemeinde diente.