Hardegg liegt im Norden Niederösterreichs, wo das hügelige Waldviertel in das flachere Weinviertel übergeht. Der Ort wird vom Fluss Thaya durchflossen, der hier die Grenze zu Tschechien bildet. Die Stadt selbst thront auf einem Felsen mitten im Ort und zählt zu den kleinsten Städten Österreichs. Die umliegenden Hügel und Wälder prägen das Landschaftsbild, während die Thayabrücke die Verbindung zum Nachbarland herstellt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Hardegg im Jahr 1290, doch vermutlich bestand der Ort bereits früher. Die Burg, die heute noch das Stadtbild prägt, geht auf eine Holzwehranlage aus dem 10. Jahrhundert zurück und wurde über die Jahrhunderte zu einer stattlichen Festung ausgebaut. Im 16. Jahrhundert erhielt Hardegg ein neues Stadtsiegel, das bis heute erhalten ist. Lange Zeit war der Ort ein wichtiger Grenzposten gegen Mähren und besaß fünf Stadttore. Wirtschaftlich lebte Hardegg vor allem von Handwerk und Handel, bis der Tourismus in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewann.
Besonders sehenswert ist die mittelalterliche Burg mit ihrer Kirche und dem Karner, die gemeinsam mit der Stadtbefestigung das historische Zentrum bilden. Der Nationalpark Thayatal in der Umgebung lockt Wanderer und Naturliebhaber. Die Perlmuttmanufaktur in Felling ist ein einzigartiges Handwerkszentrum, während das Guckkastenmuseum und die Galerie Kultur.Punkt kulturelle Highlights bieten. Persönlichkeiten wie der Schlagersänger Freddy Quinn oder der Dichter H. C. Artmann haben hier ihre Wurzeln. Mehrere Fernwanderwege durchziehen das Gebiet und verbinden Hardegg mit der weiteren Region.