Gryfice liegt in Hinterpommern an der Rega, etwa 48 Kilometer von Kołobrzeg und 90 Kilometer von Stettin entfernt. Die Ostsee ist nur 28 Kilometer entfernt, was die Stadt zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Küste und Binnenland macht.
Die Stadt geht auf eine Gründung der pommerschen Herzöge Barnim I. und Wartislaw III. im 13. Jahrhundert zurück. Wartislaw verlieh der Siedlung am Fluss Rega 1262 das lübische Stadtrecht, ohne ihr zunächst einen Namen zu geben. Erst später erhielt sie den Namen Griphenberch. Durch den Handel auf der Rega und den Beitritt zur Hanse im 14. Jahrhundert erlebte die Stadt eine Blütezeit. Im 15. Jahrhundert kam es zu Konflikten mit dem benachbarten Treptow um Zollrechte auf der Rega. Nach einem verheerenden Brand im 17. Jahrhundert und der preußischen Übernahme wurde Greifenberg zur Kreisstadt und erlebte durch Leinenweberei und später durch den Anschluss an die Eisenbahn einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Heute prägen mittelalterliche Bauwerke wie die St.-Marien-Kirche und Reste der Stadtmauer mit dem Hohen Tor und dem Steintor das Bild. Das Schmalspurbahnmuseum erinnert an die historische Kleinbahnverbindung. Persönlichkeiten wie der Theologe Johann Boldewan oder der Mathematiker Albert Wangerin stammen aus der Stadt, die nach dem Zweiten Weltkrieg unter polnische Verwaltung kam und ihren heutigen Namen erhielt.