Großhöflein liegt im nördlichen Burgenland, eingebettet am Südhang des Leithagebirges nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Die Gemeinde ist der einzige Ort in diesem Gebiet und wird von den Ausläufern des Gebirges geprägt. Historische Spuren reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, doch erst später entwickelte sich hier eine dauerhafte Siedlung.
Die Geschichte Großhöfleins ist eng mit wechselnden Herrschaften verbunden. Schon die Kelten und später die Römer hinterließen ihre Spuren, bevor der Ort unter ungarischer Verwaltung stand. Seit dem frühen 18. Jahrhundert trägt er den Titel einer Marktgemeinde und gehörte bis 1921 zu Ungarn, bevor er Teil des neu gegründeten Bundeslandes Burgenland wurde.
Besonders bekannt ist der Ort für seine Weinbautradition, die auf die kalkhaltigen Böden und die sonnige Lage zurückgeht. Prägende Bauwerke wie die spätgotische Pfarrkirche mit ihrer Schutzmantelmadonna oder das klassizistische Badehaus zeugen von der kulturellen Vielfalt. Persönlichkeiten wie der Weinbaupionier Anton Kollwentz oder der Komponist Rudolf Zechmeister verbinden Großhöflein mit überregionaler Bedeutung.