Grimmen liegt in Mecklenburg-Vorpommern, zwischen Stralsund und Greifswald, und gehört zum Landkreis Vorpommern-Rügen. Die Kleinstadt wird von der Poggendorfer Trebel durchflossen, die nahe der Altstadt in die Jarpenbeek mündet. Im Nordwesten vereinigt sich die Trebel mit der Kronhorster Trebel und bildet den Flusslauf der Trebel selbst. Die Stadt ist von feuchten Wiesen umgeben, was sich im slawischen Namen „grim“ widerspiegelt.
Die ersten Spuren einer Besiedlung stammen aus der Zeit der slawischen Liutizen, doch die eigentliche Gründung erfolgte durch deutsche Zuwanderer um 1250. Damals entstand ein planmäßiges Straßennetz, und 1287 erhielt Grimmen das Lübische Stadtrecht. Im Mittelalter war die Stadt zwischen Bistum Schwerin und dem Rügenfürsten umstritten, bis sie 1325 zum Herzogtum Pommern kam. Die Stadtbefestigung mit drei Tortürmen und die frühgotische Marienkirche zeugen von dieser Epoche.
Heute prägen historische Bauwerke wie das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert und das Kalandhaus das Stadtbild. Grimmen ist bekannt für seine mittelalterliche Vergangenheit, darunter Hexenverfolgungen im 17. Jahrhundert, und für die wirtschaftliche Entwicklung durch Erdölfunde in den 1960er Jahren. Die Stadt verbindet ländliche Tradition mit industrieller Prägung.