Gresten liegt im südwestlichen Mostviertel Niederösterreichs, eingebettet im Tal der Kleinen Erlauf. Die Marktgemeinde wird von den Ybbstaler Voralpen umgeben, deren Berge Höhen zwischen 750 und 950 Metern erreichen. Im Süden grenzt Gresten an Gaming, während der Großteil des Gemeindegebiets von der Katastralgemeinde Gresten-Land umschlossen wird. Etwas mehr als vierzig Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, etwa ein Fünftel ist bewaldet.
Der Name Gresten leitet sich vom slawischen „Koroscina“ ab und bedeutet „Kärntner Gegend“. Erste Spuren einer Besiedlung stammen aus der Römerzeit, doch die ersten festen Siedler waren Bajuwaren. Um 1200 entstand der Ort um die heutige Pfarrkirche St. Nikolaus, die erstmals 1277 als Markt erwähnt wurde. Gresten lag an der „Dreimärktestraße“ und spielte eine wichtige Rolle im Tauschhandel mit Lebensmitteln für die umliegenden Bergbaugebiete. Im 16. und 17. Jahrhundert prägten die meisten Häuser im Oberen und Unteren Markt das Ortsbild.
Besonders sehenswert sind die katholische Pfarrkirche hl. Nikolaus, das Schloss Stiebar und die Salcherkapelle. Ein bedeutendes Ereignis war die Ansiedlung des Rollprofilierwerks Welser Profile im Jahr 1972, das heute rund 950 Mitarbeiter beschäftigt. Gresten ist auch durch Persönlichkeiten wie die Politikerin Klaudia Tanner oder die Judoka Katharina Tanzer bekannt. Die Gemeinde verbindet historische Bauwerke mit moderner Industrie und einer lebendigen Umgebung.