Geistthal-Södingberg liegt im steirischen Bezirk Voitsberg und erstreckt sich über das obere Tal des Södingbachs. Der tiefste Punkt im Süden erreicht etwa 400 Meter über dem Meer, während der Walzkogel im Norden mit 1456 Metern die höchste Erhebung bildet. Mehr als die Hälfte des über 50 Quadratkilometer großen Gemeindegebiets ist bewaldet, ein Drittel wird landwirtschaftlich genutzt. Die Gemeinde gliedert sich in fünf Ortschaften, darunter Södingberg mit den meisten Einwohnern und Kleinalpe mit den wenigsten.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück, als im Södingtal eine Flachlandsiedlung entstand. Aus der Latènezeit stammen Überreste einer umwehrten Siedlung mit Holzhäusern, in der Keramik, Schmuck und Münzen gefunden wurden. Später errichteten die Römer hier eine Villa rustica, deren Spuren sich im Mauerwerk der Geistthaler Kirche wiederfinden. Die heutige Gemeinde entstand 2015 durch den Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Geistthal und Södingberg.
Besonders sehenswert sind die Pfarrkirche Geistthal, das Buchhaus und der Frauenbrunnen. Ein Kelten- und Römermuseum sowie eine rekonstruierte Villa rustica bei Södingberg zeugen von der reichen Geschichte. Die Landschaft lädt zu Wanderungen ein, und der Ort ist bekannt für seine ländliche Prägung mit traditioneller Landwirtschaft und handwerklichen Betrieben.