Gasen liegt im steirischen Bezirk Weiz, eingebettet in die sanften Hügel und bewaldeten Berge des Almenlandes. Der Ort erstreckt sich entlang des Gasenbaches, der als Nebenfluss der Feistritz durch das Tal fließt. Im Süden grenzt das Gemeindegebiet an markante Gipfel wie den Streberkogel und den Zechnerschlag, während im Norden der Sauernkogel mit über 1400 Metern die höchste Erhebung bildet. Fast sechzig Prozent der Fläche sind von Wald bedeckt, ein Drittel wird landwirtschaftlich genutzt, und nur wenige Prozent entfallen auf Almen.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1324 unter dem Namen „Gezen“, der sich vermutlich vom slawischen Wort für Esche ableitet. Eine noch ältere Besiedlung belegen Spuren einer römischen Straße. Zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert prägte der Bergbau das Leben in Gasen, wo Gold, Silber und Magneteisen gefördert wurden. Ein dunkles Kapitel der jüngeren Geschichte ist die Verschleppung des Pfarrers Johann Grahsl im April 1945, der später für tot erklärt wurde und heute mit einer Gedenktafel und einem Stolperstein geehrt wird.
Heute ist Gasen vor allem für seine musikalische Tradition bekannt: Die Stoakogler, eine volkstümliche Musikgruppe, stammen von hier, und das Stoani Haus der Musik widmet sich ihrer Geschichte. Die Gemeinde verbindet ländliche Idylle mit aktiver Freizeitgestaltung – von Fußballturnieren über Stocksport bis zu Wanderwegen wie dem Stoakogler Heimatwanderweg. Wirtschaftlich spielen neben Landwirtschaft und Gastronomie auch Betriebe aus dem Maschinenbau eine Rolle. Als Teil des Naturparks Almenland Teichalm-Sommeralm ist Gasen zudem ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber.