Friedrichstadt liegt in der Marsch zwischen den Flüssen Eider und Treene im Kreis Nordfriesland. Die Stadt entstand auf einer Fläche, die erst nach der Durchdämmung der Treene 1573 bewohnbar wurde. Sie ist eine künstliche Insel, umgeben von den beiden Flüssen und zwei Hauptkanälen, die durch Sielzüge mit der Eider verbunden sind. Die Innenstadt wird vom Mittelburggraben und Fürstenburggraben durchzogen, während die Altstadt von der Eider im Süden und der Treene im Norden begrenzt wird.
Die Stadt wurde 1621 vom gottorfschen Herzog Friedrich III. als planmäßige Handelsmetropole gegründet. Er lockte niederländische Bürger, darunter verfolgte Remonstranten, mit Religionsfreiheit und wirtschaftlichen Privilegien an. Durch diese Ansiedlung entstand eine multireligiöse Gemeinschaft, die der Stadt den Ruf einer „Stadt der Toleranz“ einbrachte. Später folgten auch andere Glaubensflüchtlinge wie deutsche Juden.
Friedrichstadt ist heute vor allem vom Tourismus geprägt und wird wegen seines niederländisch geprägten Stadtbilds mit Backsteinbauten und Grachten das „Holländerstädtchen“ genannt. Die Bauten der niederländischen Backsteinrenaissance und die Kanäle prägen das Bild der Planstadt, die keine weiteren Ortsteile besitzt.