Eugendorf liegt im Norden Salzburgs, etwa zehn Kilometer von der Landeshauptstadt entfernt, und gehört zum flachwelligen Alpenvorland. Die Gemeinde erstreckt sich auf rund 29 Quadratkilometern in etwa 560 Metern Höhe, wobei der Heuberg im Südwesten mit seinen Ausläufern die höchste Erhebung bildet. Die meisten Flächen werden landwirtschaftlich genutzt, während im Westen die dicht bebauten Ortsteile Eugenbach, Eugendorf und das Gewerbegebiet Straß liegen. Zahlreiche kleine Bäche durchziehen das Gebiet, die hauptsächlich in die Fischach münden, welche die Grenze zu Seekirchen am Wallersee bildet. Der Wallersee selbst liegt nur wenige Kilometer nördlich.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Eugendorf im Jahr 736 unter dem Namen Jupindorf, der auf eine alte Siedlungssippe zurückgeht. Im Mittelalter prägten Adelsgeschlechter wie die Kalhamer das Geschehen, die als Ministerialen des Erzbischofs von Salzburg auch Gerichtsbarkeit ausübten. Die Kalhamer verfügten über großen Grundbesitz und unterhielten eine ritterliche Gefolgschaft. Im 18. Jahrhundert gewann der Ort an Bedeutung, was sich in Vereinsgründungen und der Einführung der Schulpflicht zeigte. Ein entscheidender Aufschwung folgte 1891 mit der Eröffnung der Salzkammergut-Lokalbahn, die bis 1957 Personen und Güter beförderte. Der Bau der Westautobahn ab 1955 und die damit verbundene Ansiedlung von Betrieben veränderten die Gemeinde nachhaltig.
Besonders bekannt ist Eugendorf für seine katholische Pfarrkirche zum heiligen Martin und weitere Filialkirchen wie St. Georg oder Unzing. Zu den kulturellen Höhepunkten zählen das Maibaumaufstellen der Landjugend, die Sonnwendfeier in Schwaighofen und der traditionelle Kirtag. Sportlich ist vor allem der USC Eugendorf mit Fußball und Tennis aktiv, zudem führt der Mozart-Radweg durch das Gemeindegebiet. Wirtschaftlich spielen landwirtschaftliche Betriebe und Gewerbezonen eine wichtige Rolle. Das Gemeindewappen zeigt einen silbernen Schrägbalken für die historische Römerstraße und einen Steinbock als Symbol der Kalhamer Ritter.