Ełk, einst Lyck genannt, liegt in Masuren an einem großen See und ist heute eine polnische Stadt in der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Am Ostufer des Lyck-Sees gelegen, erhebt sie sich 136 Meter über dem Meeresspiegel. Die Landschaft ist geprägt vom Wasser und den umliegenden Wäldern, die einst zum prußischen Stammesgebiet Sudauen gehörten.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1343, als der Ort noch Luk hieß. Ursprünglich lebten hier Fischer, die vom See lebten, doch schon früh entstand eine Burg auf einer Insel im See. Die Stadt entwickelte sich zu einem geistigen Zentrum, besonders durch eine Druckerei aus dem 16. Jahrhundert und ein Gymnasium, das auf eine alte Schule zurückgeht. Im 19. Jahrhundert wurde Lyck durch den Eisenbahnbau zu einem wichtigen Handelsplatz, vor allem für den Handel mit Russland.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild der Stadt, darunter eine neugotische Kirche, die nach Kriegszerstörungen wiederaufgebaut wurde. Als Sitz des Bistums Ełk ist sie heute ein religiöses Zentrum. Die Stadt bewahrt auch Erinnerungen an ihre multikulturelle Vergangenheit, etwa durch die einst bedeutende hebräische Zeitung Ha-Maggid. In der Umgebung laden Seen und Wälder zu Ausflügen ein.