Ebbs liegt im Tiroler Unterinntal, am linken Ufer des Inns, unweit von Kufstein. Das Gemeindegebiet reicht vom Fluss bis zu den Ausläufern des Kaisergebirges, wo der Zahme Kaiser und der Wilde Kaiser das Landschaftsbild prägen. Im Westen bildet der Inn die natürliche Grenze zu Bayern, während im Norden der Jennbach und im Süden der Kaiserbach das Tal durchziehen. Mit etwa 5500 Einwohnern gehört Ebbs zu den größten Gemeinden des Bezirks und ist mit 475 Metern über dem Meer das tiefstgelegene Dorf Tirols.
Die ersten Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Römerzeit zurück, als eine wichtige Straße durch das Inntal führte. Der Name Ebbs erscheint erstmals im 8. Jahrhundert in einer Salzburger Urkunde, doch schon die Kelten nannten den Ort nach ihrer Pferdegöttin Epona. Im Mittelalter prägten die Herren von Ebbs das Geschehen, die eine Burg errichteten, die später verfiel, während sie selbst ins Schloss Wagrain umzogen. Die Gemeinde erlebte kriegerische Zeiten, etwa während des Bayerischen Rummels oder der Napoleonischen Kriege, als sie zeitweise bayerisch war. Erst 1814 kehrte Ebbs zu Tirol zurück.
Heute ist Ebbs vor allem für seine barocke Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt bekannt, die als „Dom zu Ebbs“ gilt und deren Turm aus der Gotik stammt. Im Kaisertal lockt die Antoniuskapelle mit einer jährlichen Wallfahrt, während der Fohlenhof als größtes Haflinger-Gestüt Europas Besucher anzieht. Der Raritätenzoo mit über 70 Tierarten und die Tischofer Höhle mit ihren Höhlenbärenfunden ergänzen das Angebot. Die Gemeinde verbindet damit Natur, Geschichte und lebendige Traditionen.