Dachau liegt nordwestlich von München an der Amper, wo sich die Münchner Schotterebene mit dem Dachauer Moos und das tertiäre Donau-Isar-Hügelland berühren. Der Schlossberg bildet mit 518 Metern den höchsten Punkt der Stadt, während das Gebiet nahe Prittlbach an der Grenze zu Hebertshausen mit 472 Metern den niedrigsten darstellt. Die Amper durchfließt das Stadtgebiet, nimmt zahlreiche Bäche wie die Würm oder den Gröbenbach auf und prägt mit ihren Auen das Landschaftsbild.
Die erste bekannte Erwähnung Dachaus stammt aus einer Schenkungsurkunde von 805, in der eine Edle aus dem Geschlecht der Aribonen dem Bischof von Freising fünf Höfe vermachte. Der Name könnte auf keltische oder althochdeutsche Wurzeln zurückgehen und sich auf lehmiges, wasserumflossenes Land beziehen. In der Römerzeit kreuzten sich hier wichtige Straßen, darunter Verbindungen von Augsburg nach Salzburg und von der Donau ins Inntal. Später entwickelte sich Dachau zu einem regionalen Zentrum, wovon die historische Altstadt und das Schloss zeugen.
Besonders bekannt ist Dachau für seine malerische Umgebung mit dem Dachauer Moos, dem Schlossberg und dem Stadtwald, der einen Landschaftssee und einen Trimm-Dich-Pfad bietet. Die Amper und ihre Zuflüsse sind Teil eines geschützten FFH- und Vogelschutzgebiets. Die Stadt lockt mit Aussichtspunkten wie dem Hofgarten oder dem Rathaus, von denen aus man die Alpen sehen kann. Die Künstlerkolonie Dachau machte die Region im 19. und 20. Jahrhundert als Malermetropole bekannt.