Combourg liegt in der Bretagne, etwa 36 Kilometer südöstlich von Saint-Malo, am Fluss Linon. Die Gemeinde gehört zum Département Ille-et-Vilaine und ist bekannt als „Wiege der Romantik“, da der Schriftsteller François-René de Chateaubriand hier einen Teil seiner Jugend verbrachte. Die Landschaft wird vom sanften Lauf des Linon geprägt, der dem Ort eine ruhige Atmosphäre verleiht.
Die Geschichte Combourgs reicht bis in die gallorömische Zeit zurück, als der Ort eine wichtige strategische Position einnahm. Im Mittelalter litt die Region unter Wikingerüberfällen, bis die Burg im 11. Jahrhundert errichtet wurde. Die Herrschaft wechselte über die Jahrhunderte zwischen verschiedenen Adelsfamilien, darunter die Coëtquen, die 1575 den Aufstieg zur Grafschaft erreichten. 1761 erwarben die Eltern von Chateaubriand die Grafschaft, was dem Ort später literarischen Ruhm einbrachte. Seit 1864 ist Combourg durch einen Bahnhof an die Bahnstrecke Rennes–Saint-Malo angebunden.
Besonders sehenswert ist die Burg aus dem 11. bis 15. Jahrhundert, die das Stadtbild prägt. Weitere historische Bauwerke wie die Maison du Pendu oder das Manoir du Trémaudan mit seinem Taubenturm zeugen von der reichen Vergangenheit. Die Benediktinerabtei und das Château de la Bouteillerie ergänzen das kulturelle Erbe. Persönlichkeiten wie der Bischof Célestin Guynemer de la Hailandière stammen aus Combourg, und die Partnerschaft mit Waldmünchen in Deutschland fördert den Austausch.