Cobh liegt auf der Insel Great Island am südlichen Ufer des Cork Harbour, einem der größten Naturhäfen der Welt. Die Stadt ist mit dem Festland durch eine Brücke und Fähren verbunden und bewahrt trotz moderner Entwicklungen in der Region ihren typisch irischen Charakter.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1750 unter dem Namen Cove. Im 19. Jahrhundert wurde er als Queenstown bekannt, bevor er 1922 seinen heutigen Namen erhielt. Cobh entwickelte sich zu einem wichtigen Flottenstützpunkt während der Napoleonischen Kriege und wurde später ein bedeutender Auswandererhafen, von dem Millionen Iren in die Welt aufbrachen. Die Stadt spielte auch eine Rolle in der Schifffahrtsgeschichte, etwa als Startpunkt der ersten Dampfschifffahrt zwischen Irland und England.
Cobh ist geprägt von seiner malerischen Hanglage und den bunten Häusern. Die neugotische St.-Colman-Kathedrale überragt den Ort und beherbergt eines der größten Kirchengeläute Irlands. Das Cobh Heritage Centre widmet sich der irischen Diaspora, während der Titanic Trail an die Auswanderungsgeschichte erinnert. Auf dem Clonmel Cemetery finden sich Gräber von Opfern der Lusitania-Katastrophe und des Boxers Jack Doyle.