Ciechanów liegt an der Łydynia, einem Nebenfluss der Wkra, in Masowien und ist eine Stadt in Polen. Nördlich von Warschau gelegen, verbindet sie ihre Geschichte mit dem fruchtbaren Landstrich zwischen den Flüssen.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis ins dritte Jahrtausend vor Christus zurück, doch die ersten dauerhaften Siedlungen entstanden erst im siebten Jahrhundert. Urkundlich erwähnt wird Ciechanów erstmals 1065 durch ein Benediktinerkloster. Im Mittelalter wechselte die Stadt mehrfach zwischen Zerstörung und Wiederaufbau, geprägt von Angriffen der Pomoranen, Kriegen gegen den Deutschen Orden und verheerenden Bränden. Nach dem Ende der piastischen Herrschaft kam sie 1526 unter polnische Krone, doch Seuchen und Kriege, darunter die schwedischen Verwüstungen im 17. Jahrhundert, prägten die weitere Entwicklung.
Die Burg Ciechanów, im frühen 15. Jahrhundert erbaut, zählt zu den markanten Bauwerken der Stadt. Dazu kommen das neugotische Rathaus, historische Kirchen und ein hyperbolischer Wasserturm. Persönlichkeiten wie der Schauspieler Ignacy Gogolewski oder die Sängerin Doda haben hier gewirkt oder sind mit der Stadt verbunden. Partnerstädte wie Meudon in Frankreich oder Haldensleben in Deutschland zeigen die internationale Vernetzung.