Chełm liegt im Osten Polens, nahe der ukrainischen Grenze, und verdankt seinen Namen einem alten slawischen Wort für Hügel. Die Stadt ist von sanften Erhebungen umgeben und bildet einen eigenen Stadtkreis. Mit mehreren Zehntausend Einwohnern zählt sie zu den größeren Orten der Region Lublin.
Die Geschichte der Stadt reicht bis ins 10. Jahrhundert zurück, als slawische Stämme hier siedelten. Im Mittelalter wechselte Chełm häufig die Herrschaft zwischen Böhmen, der Kiewer Rus und Polen. Als wichtiger Handelsort wurde sie 1392 zur Stadt erhoben und erhielt ein katholisches Bistum. Später gehörte sie zeitweise zu Österreich und Russland, bevor sie nach dem Ersten Weltkrieg wieder polnisch wurde.
Heute prägen barocke Kirchen und Klöster das Stadtbild, darunter die Basilika Mariä Geburt und das Schloss der unierten Bischöfe. Unterirdische Kreidestollen zeugen vom historischen Abbau. Die Stadt ist auch für ihre kulturelle Vielfalt bekannt, etwa durch Persönlichkeiten wie die Violinistin Ida Haendel oder den Historiker Mychajlo Hruschewskyj.