Cardigan liegt an der walisischen Westküste, wo der Fluss Teifi in die Cardigan Bay mündet. Die Stadt gehört zur Grafschaft Ceredigion und ist durch die Fernstraße A487 gut angebunden. Am gegenüberliegenden Ufer beginnt Pembrokeshire, während die Stadt selbst als regionales Zentrum für Westwales gilt.
Erstmals entstand hier eine Burg, als der anglonormannische Lord Arnulf de Montgomery 1093 eine Festung errichtete, die kurze Zeit später von den Walisern zerstört wurde. Später baute Rhys ap Gruffydd eine steinerne Burg, die erste ihrer Art in Wales, die von einem walisischen Fürsten errichtet wurde. Die Stadt entwickelte sich um diese Burg und erhielt 1199 eine erste Charter. Ihr Hafen war einst der zweitwichtigste in Wales, bis er durch Versandung unbrauchbar wurde.
Heute prägen historische Bauwerke wie eine sechsbogige Brücke und ein neugotisches Rathaus das Stadtbild. Die restaurierte Burg soll als Kulturzentrum dienen, während das National Eisteddfod bereits zweimal hier stattfand. Die walisische Sprache spielt eine große Rolle, über 70 Prozent der Einwohner sprechen sie. In der Umgebung locken die Bucht von Llangranog und der Pembrokeshire-Küstenwanderweg.