Bützow liegt im Norden Mecklenburg-Vorpommerns, wo sich das breite Tal der Warnow zwischen Grundmoränen und Moränen ausdehnt. Die Stadt wird von dem Fluss in zwei Teile geteilt und grenzt im Norden an den Bützower See, in den die Nebel mündet. Mit ihren Ortsteilen Horst, Parkow und Wolken sowie den Siedlungen Dreibergen Eichhof und Vierburg erstreckt sie sich über eine von Seen und Flüssen geprägte Landschaft.
Erstmals 1171 als slawische Fürstenburg erwähnt, entwickelte sich Bützow zur bischöflichen Residenz und erhielt 1236 das Stadtrecht. Als Besitz der Bischöfe von Schwerin wurde es 1239 Hauptresidenz des Bistums und blieb bis zur Säkularisation 1540 ein geistliches Zentrum. Nach der Reformation gelangte die Stadt an die Herzöge zu Mecklenburg, die hier ein Schloss errichteten und 1586 eine Papiermühle ansiedelten. Im 17. Jahrhundert zogen Hugenotten zu, die der Wollverarbeitung und dem Tabakanbau neue Impulse gaben.
Die Stadt prägt ein barockes Schloss, das im 18. Jahrhundert als Sitz einer Universität diente, sowie die einzigartige Reformierte Kirche, die aus zwei französischen und deutschen Gemeinden hervorging. Ein technisches Denkmal ist die Großherzogliche Wassermühle. Bekannt wurde Bützow auch durch den „Gänsekrieg“ von 1794 und den Bützower Hoftag während der Karnevalszeit. Die Geschichte des Zuchthauses im 20. Jahrhundert wirft bis heute Schatten auf die Stadt.