Bühl liegt im Westen Baden-Württembergs, etwa zehn Kilometer südwestlich von Baden-Baden, und ist die drittgrößte Stadt des Landkreises Rastatt. Zwischen 123 und 1038 Metern Höhe erstreckt sich die Stadt über eine dreistufige Landschaft am Rand des Schwarzwalds, von der fruchtbaren Rheinebene über die hügelige Vorbergzone mit Wein- und Obstbau bis zu den bewaldeten Bergen. Durch das Stadtgebiet fließt die Bühlot, die im Unterlauf Sandbach heißt.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1149, doch der Name Bühl erscheint gesichert erst 1283. Prägend waren die Herren von Windeck mit ihrer Burg, die im 16. Jahrhundert verfiel, sowie wiederholte Zerstörungen in Kriegen wie dem Dreißigjährigen oder Pfälzischen Erbfolgekrieg. 1776 wurde Bühl badisch, 1835 erhielt es Stadtrecht. Wirtschaftlich bedeutend war zunächst der Hanfanbau, später die Züchtung der „Bühler Frühzwetschge“ und der Anschluss an die Eisenbahn 1846.
Heute prägen historische Bauwerke wie die alte Pfarrkirche St. Peter und Paul, die seit 1880 als Rathaus dient, oder die 1876 erbaute katholische Pfarrkirche das Bild. Ein besonderes Ereignis ist das seit 1927 gefeierte Zwetschgenfest. Die Stadt verbindet ländlichen Charme mit städtischer Infrastruktur und liegt eingebettet in eine abwechslungsreiche Naturlandschaft zwischen Rheinebene und Schwarzwald.