Buchkirchen liegt im oberösterreichischen Hausruckviertel, nördlich der Stadt Wels. Das Gelände steigt sanft von 320 Metern im Süden auf 430 Meter im Norden an, wobei der Ort selbst auf 346 Metern Höhe liegt. Der Perwender Bach durchzieht das Gebiet und mündet über Nebenbäche in die Traun, während der Katzbach im Westen zum Innbach fließt. Rund 79 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, elf Prozent sind bewaldet.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, etwa eine gefundene Lochaxt bei Niedergrafing. Eine keltische Erdformation bei Hupfau und eine römische Straße von Wels nach Aschach durchquerten das Gebiet. Urkundlich erstmals 1179 als „Puechchirichen“ erwähnt, deutet der Name auf eine Kirche bei einem Buchenwald hin. Mistelbach, bereits 985 erwähnt, war Schauplatz einer Synode unter Bischof Pilgrim von Passau. Die Wasserburg Mistelbach, erstmals 1343 genannt, wechselte mehrfach den Besitzer, bis sie schließlich als landwirtschaftliche Fachschule genutzt wurde. 1850 schlossen sich die Steuergemeinden zur heutigen Gemeinde zusammen.
Prägend sind das Schloss Mistelbach, heute eine Fachschule, und die spätgotische Pfarrkirche Buchkirchen, die im 17. Jahrhundert barockisiert wurde. Werke des „Kremser Schmidt“ schmücken die Kirche und die Filialkirche Mistelbach. Bekannt ist auch das Kirschblütenrennen Wels, das über den Mistelbacherberg führt. Die Gemeinde brachte kulinarische und musikalische Persönlichkeiten hervor, darunter die Erfinder der Käsekrainer und die ESC-Teilnehmerin Bobbie Singer.