Borová Lada liegt im Böhmerwald, nur wenige Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt. Die Gemeinde erstreckt sich über eine Höhe von fast 900 Metern und wird von der Warmen Moldau durchflossen, die hier von kleineren Bächen wie dem Thierbach und der Kleinen Moldau gespeist wird. Acht Ortsteile gehören dazu, darunter ehemalige deutsche Siedlungen wie Fürstenhut oder Schwarzhaid, deren Namen noch an die Vergangenheit erinnern.
Die Geschichte des Ortes beginnt mit einem Jagdhaus, das ein Adliger im frühen 18. Jahrhundert am Zusammenfluss der Moldauquellen errichten ließ. Später entwickelte sich das Tal zu einer besiedelten Gegend, in der Sägewerke, Mühlen und sogar eine Streichholzfabrik entstanden. Die Bewohner waren lange Zeit nach Neugebäu gepfarrt, wo die Martinskirche stand. Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich das Leben grundlegend: Die deutschsprachige Bevölkerung wurde vertrieben, und unter kommunistischer Herrschaft verschwanden nicht nur Kirchen, sondern ganze Dörfer wie Fürstenhut.
Heute ist Borová Lada vor allem für seine unberührte Natur bekannt. Im Gemeindegebiet liegt der Große Königsfilz, ein einzigartiges Hochmoor mit einem Moorsee, der von schwimmenden Inseln und seltenen Pflanzen umgeben ist. Wer durch den Ort geht, entdeckt noch viele Häuser im typischen Stil des Böhmerwaldes, die von der traditionellen Bauweise zeugen. Ein Lehrpfad führt durch das Moor und zeigt die Besonderheiten dieser Landschaft.