Bodø liegt an der norwegischen Westküste, nördlich des Polarkreises, und ist von Fjorden und Inseln geprägt. Der Saltfjord schneidet sich südlich der Stadt ins Landesinnere, während der Vestfjord im Westen die Lofoten vom Festland trennt. Vor der Küste liegen kleine Inseln wie Store Hjartøya und Litle Hjartøya. Die Stadt selbst ist ein statistisch definierter Tettsted mit kompakter Fläche, umgeben von einer weit größeren Kommune. Im Sommer herrscht hier Mitternachtssonne, im Winter bleibt die Sonne aufgrund der Berge im Süden zeitweise verborgen.
Ursprünglich entstand Bodø um den Hof Hundholmen, wo 1803 erste Gebäude entstanden. 1816 erhielt der Ort Stadtrecht, blieb aber lange ein kleiner Ort. Ein Konflikt mit Großbritannien, die Bodø-Affäre, prägte die frühe Geschichte und belastete die schwedisch-norwegische Union. Durch reiche Heringsfänge wuchs die Bedeutung im 19. Jahrhundert. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt bei deutschen Bombenangriffen weitgehend zerstört, doch nach dem Krieg systematisch wiederaufgebaut.
Heute ist Bodø ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit Flughafen, Hafen und Bahnanschluss. Der Hafen verbindet die Stadt mit den Lofoten und wird von der Hurtigruten angelaufen. Die Stadt beherbergt Museen wie das Luftfahrtmuseum und das Nordlandmuseum sowie ein nach historischem Vorbild gestaltetes Rathaus. Nach dem Krieg entstand im Westen das Gebiet Svenskebyen mit einheitlichen Häusern. Als Verwaltungszentrum Nordlands ist Bodø ein kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt der Region.