Boadilla del Monte liegt westlich von Madrid in der gleichnamigen Autonomen Gemeinschaft, etwa 24 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Die Stadt erhebt sich auf etwa 690 Metern Höhe und wird von einer Stadtbahnlinie der Madrider Verkehrsbetriebe erschlossen. Das Klima ist im Winter kühl, im Sommer dagegen mild bis warm, mit den meisten Niederschlägen in der kalten Jahreszeit.
Erste Spuren der Besiedlung könnten in die Zeit der maurischen Herrschaft fallen, doch gesicherte Nachweise aus dem Mittelalter fehlen. Im 16. Jahrhundert stand der Ort unter der Herrschaft der Grafen von Toreno, später unter den Markgrafen von Mirabal. Ein bedeutender Einschnitt war der Verkauf an den Infanten Luis de Borbón y Farnesio, der hier einen prächtigen Palast errichten ließ. Während des Spanischen Bürgerkriegs wurde Boadilla del Monte nach heftigen Kämpfen von den Nationalisten eingenommen.
Heute prägen historische Bauwerke wie der Palacio del Infante don Luis und der spätbarocke Brunnen das Stadtbild. Die Pfarrkirche San Cristóbal vereint maurische Einflüsse mit späteren Ergänzungen. Wirtschaftlich ist die Stadt durch den Sitz der Großbank Banco Santander und einen Campus der Polytechnischen Universität Madrid geprägt. Sportlich bekannt ist der lokale Eishockeyclub, während Persönlichkeiten wie Fußballer und Schauspieler mit der Stadt verbunden sind. Eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Saint-Cloud besteht seit 1999.