Biesheim liegt in der flachen Ebene westlich des Oberrheins, nur etwa einen Kilometer von dessen Ufer entfernt. Gegenüber auf der deutschen Seite befindet sich Breisach, während Colmar und Freiburg im Breisgau jeweils etwa zwanzig Kilometer entfernt sind. Der Ort wird vom Bach Giessen durchflossen und hat Anteil am Rheinseitenkanal mit der Île de Kembs–Neuf-Brisach. Im Norden grenzt es an Kunheim, im Osten an das deutsche Breisach, im Südosten an Vogelgrun, im Süden an Volgelsheim und im Westen an Widensolen.
Die Geschichte der Siedlung reicht bis in die gallorömische Zeit zurück, wie Funde entlang der alten Rheintalstraße und ein Mithräum aus dem ersten bis vierten Jahrhundert belegen. Der Name geht auf ein fränkisches „heim“ und den Personennamen Bies zurück. Im Mittelalter gehörte der Ort zeitweise zu den Habsburgern und wurde später an Breisach verpfändet. Im Dreißigjährigen Krieg und im Zweiten Weltkrieg erlitt Biesheim schwere Zerstörungen, besonders durch schwedische Truppen und die Kämpfe um den Brückenkopf Elsass. Nach dem Krieg wurde es wiederaufgebaut.
Heute prägen vor allem die Überreste eines gallorömischen Vicus und zwei Museen das Bild: eines zur gallorömischen Geschichte und eines zur optischen Technik. Die Johannes-der-Täufer-Kirche, 1952 neu errichtet, ersetzt einen Bau aus dem 18. Jahrhundert, der im Krieg zerstört wurde. Wirtschaftlich spielen Industrieunternehmen wie ein Aluminiumverarbeiter und ein Kaugummihersteller eine wichtige Rolle, ergänzt durch Landwirtschaft und Tourismus. Der Ort ist zudem für seine Partnerschaft mit Le Mas-d’Agenais bekannt, wohin die Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg evakuiert wurde.