Biecz liegt im Jasło-Krosno-Becken am Fluss Ropa, etwa 36 Kilometer westlich von Krosno und 100 Kilometer östlich von Krakau. Die Stadt ist in mehrere Stadtteile unterteilt, darunter Belna, Załawie und Harta. Mit seiner Gemeinde zählt der Ort rund 16.900 Einwohner.
Die erste urkundliche Erwähnung des Namens geht auf das frühe 13. Jahrhundert zurück, als die Burg entstand und zum Sitz einer Kastellanei wurde. Biecz erhielt bereits 1257 das Stadtrecht und wurde 1363 nach Magdeburger Recht umgestaltet. Die Stadt lag an einem wichtigen Handelsweg zwischen Krakau und Oberungarn, besonders nach Bardejov, und zählte lange zu den bedeutenden Orten Kleinpolens. Im 15. Jahrhundert prägten zugewanderte deutsche Siedler das Leben, darunter viele Handwerker und Scharfrichter. Während der Reformation spielte Biecz eine Rolle als frühes Zentrum der lutherischen Lehre in der Region.
Heute ist das historische Zentrum mit seinen mittelalterlichen Mauern und dem gotischen Kirchenbau sehenswert. Besonders bekannt sind die gotische Pfarrkirche aus dem 14. Jahrhundert und das Renaissance-Rathaus aus dem 16. Jahrhundert. Die Stadt brachte bedeutende Persönlichkeiten hervor, darunter den Historiker und Bischof Martin Cromer sowie den späteren Bischof Christoph Andreas Johann Szembek.