Bäretswil liegt im Zürcher Oberland, eingebettet zwischen den Tälern von Glatt und Töss. Der Ort erstreckt sich über eine Fläche von über zweitausend Hektar, wobei fast vierzig Prozent davon bewaldet sind. Der Bahnhof befindet sich auf rund 700 Metern Höhe, während die höchste Erhebung auf dem Allmen fast 1100 Meter erreicht. Die Gemeinde grenzt an mehrere Nachbardörfer wie Bauma, Hinwil und Wetzikon.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Römerzeit zurück, als hier Silbermünzen versteckt wurden. Urkundlich erwähnt wird Bäretswil erstmals im achten Jahrhundert unter dem Namen Berofovilare. Im Mittelalter prägten Klöster und Adelsgeschlechter die Geschicke des Ortes, etwa durch die Burg Greifenberg. Eine schwere Pestepidemie im 17. Jahrhundert dezimierte die Bevölkerung stark, doch später brachte die Textilheimindustrie neuen Aufschwung.
Heute ist Bäretswil vor allem für seine Industriekultur bekannt. Im Neuthal erinnert ein Museum an die textile Vergangenheit mit Spinnereien und Webereien. Der Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland betreibt auf der ehemaligen Bahnstrecke historische Fahrten. Das Wappen zeigt einen schwarzen Bären auf goldenem Grund, der sich als Symbol durch die Geschichte zieht.