Bardo liegt in Niederschlesien, eingebettet im Warthagebirge am Übergang der Glatzer Neiße aus dem Glatzer Kessel nach Schlesien. Die Stadt befindet sich am Pass von Wartha, etwa zehn Kilometer südwestlich von Ząbkowice Śląskie, und wird von Nachbarorten wie Brzeźnica im Norden oder Boguszyn im Südwesten umgeben. Am westlichen Stadtrand erhebt sich der 459 Meter hohe Wachberg, während der Warthaberg mit seiner Marienkapelle noch höher aufragt.
Die Geschichte Bardos reicht bis in die Zeit der alten Handels- und Heerstraße zurück, die Prag mit Gnesen verband und durch Burgen gesichert war. Im 12. Jahrhundert spielte die Warthaer Burg eine Schlüsselrolle in den Konflikten zwischen Böhmen und Polen um die Vorherrschaft in Schlesien. Später gehörte der Ort zu verschiedenen schlesischen Herzogtümern, bevor er 1334 erstmals als Stadt erwähnt wurde. Nach Bränden und Kriegen fiel Wartha 1742 an Preußen und entwickelte sich durch Wallfahrt, Handwerk und später den Eisenbahnanschluss zu einem regionalen Zentrum. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort polnisch und erhielt den Namen Bardo, verlor vorübergehend seine Stadtrechte und erhielt sie 1969 zurück.
Bekannt ist Bardo vor allem als bedeutender Marienwallfahrtsort Schlesiens. Die barocke Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung aus dem frühen 18. Jahrhundert prägt das Stadtbild, ebenso wie die ältere Marienkapelle auf dem Warthaberg. Der Rosenkranzberg mit seinen Kapellen und die Steinerne Brücke über die Glatzer Neiße zählen zu den Sehenswürdigkeiten. Die Stadt bewahrt zudem Spuren ihrer bewegten Vergangenheit, darunter Reste der mittelalterlichen Burg und ein Jagdschloss im Stadtteil Opolnica. Persönlichkeiten wie der Medizinhistoriker Gundolf Keil oder der Maler Georg Poppe stammen von hier.