Baia Mare liegt am westlichen Rand der Ostkarpaten in einer Senke, die nach der Stadt benannt ist. Der Săsar, ein Nebenfluss des Lăpuș, durchfließt das Stadtgebiet, das etwa 230 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Als Hauptstadt des Kreises Maramureș ist sie ein bedeutendes Zentrum in Nordwest-Rumänien.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1142, als deutsche Siedler unter König Géza II. hierher kamen. Im Laufe der Jahrhunderte prägten verschiedene Volksgruppen das Bild: Ungarn, Rumänen, Deutsche und Juden lebten hier zusammen, wobei der ungarische Einfluss besonders stark war. Die Stadt war auch Sitz eines griechisch-katholischen Bistums und Schauplatz politischer Ereignisse während der kommunistischen Ära.
Heute ist Baia Mare bekannt für seine historische Altstadt mit Türmen wie dem Stefan-Turm und dem Metzgersturm. Das Freilichtmuseum zeigt ländliches Leben, während moderne Kunst und Mineralogie in eigenen Häusern gewürdigt werden. Die Künstlerkolonie Nagybánya zog einst Maler wie Simon Hollósy an, die hier im Freien arbeiteten. Berühmte Persönlichkeiten wie der Künstler Adrian Ghenie oder die Sängerin Paula Seling stammen aus der Stadt.