Bad Iburg liegt im Südwesten des Landkreises Osnabrück in Niedersachsen, eingebettet zwischen dem Teutoburger Wald im Norden und dem Münsterland im Süden. Die Stadt ist von dichten Wäldern geprägt, darunter der Dörenberg als höchste Erhebung mit über dreihundert Metern Höhe. Im Stadtgebiet entspringt die Düte am Hohnsberg, während die Glane weiter südlich durch den Zusammenfluss kleinerer Bäche entsteht. Nachbarorte sind unter anderem Hagen am Teutoburger Wald im Norden und Bad Laer im Süden.
Die erste schriftliche Erwähnung der Iburg stammt aus dem Jahr, als fränkische Annalen von der Tötung des Kölner Erzbischofs Hildegar durch Sachsen berichten. Später wurde die Burg Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen, etwa unter Karl dem Großen und im Konflikt mit Widukind. Im elften Jahrhundert ließ Bischof Benno II. eine Stiftsburg und ein Benediktinerkloster errichten, das über Jahrhunderte Residenz der Osnabrücker Bischöfe blieb. Die Stadt entwickelte sich durch Handel und Handwerk, erhielt Stadtrechte und wurde im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen Truppen besetzt.
Das markanteste Bauwerk ist das Schloss Iburg mit seiner ehemaligen Benediktinerabtei, das über sieben Jahrhunderte die Macht der Bischöfe verkörperte. Die Stadt ist Teil der Westfälischen Hanse und führt heute den Titel eines Kneippkurorts. Wanderwege wie der Hermannsweg und die Friedensroute durchziehen das Gebiet, während der Charlottensee und der Limberg mit seinem Zeppelin-Unglück von historischem Interesse sind. Persönlichkeiten wie Sophie Charlotte, spätere preußische Königin, wurden hier geboren.