Bad Erlach liegt im südöstlichen Teil Niederösterreichs, wo die Pitten aus ihrem Tal in das flache Steinfeld mündet. An dieser Stelle fließen Pitten und Schwarza zusammen und bilden die Leitha. Die Marktgemeinde erstreckt sich über etwa neun Quadratkilometer, mehr als die Hälfte davon ist von Wald bedeckt. Drei Ortsteile gliedern das Gebiet: der Hauptort Bad Erlach selbst, Brunn bei Pitten und der kleine Ort Linsberg.
Erstmals taucht der Name in einer Urkunde aus dem Jahr vor Christi Geburt auf, als das Gebiet zum keltischen Königreich Noricum gehörte. Später lag es in der römischen Provinz Pannonia. Die erste schriftliche Erwähnung als „Elira“ stammt aus dem Jahr, als Bewohner für den Heiligen Ulrich eine Kapelle errichteten. Im Mittelalter gehörte der Ort zu den Ministerialen der Grafen von Wels-Lambach. Die Industrialisierung begann mit einer Textilfabrik, die Eisenbahn brachte weiteren Aufschwung. Seit wird der Ort als Marktgemeinde geführt und trägt seit den Titel „Bad“.
Besonders sehenswert ist die Antoniuskirche, die 1933 nach Plänen eines Wiener Dombaumeisters entstand und an die frühere Ziegelindustrie erinnert. Die Ulrichskirche aus dem 13. Jahrhundert birgt römische Mauerreste und ist von einem Waldfriedhof umgeben. Ein Glaskünstler gestaltete den Kreuzweg dorthin. Die Erlacher Madonna, eine seltene Holzskulptur aus dem 14. Jahrhundert, kehrte als Kopie in die Kirche zurück. Das Heimatmuseum in der alten Mühle zeigt unter anderem Funde aus der Ulrichskirche und die Geschichte des Ortes. Ein Thermalbad und ein Gesundheitszentrum prägen heute das moderne Bild.