Ayherre liegt im baskischen Teil des Départements Pyrénées-Atlantiques, etwa zwanzig Kilometer ostsüdöstlich von Bayonne. Die Gemeinde erstreckt sich im Nieder-Navarra, umgeben von Nachbarorten wie La Bastide-Clairence im Norden, Orègue im Osten oder Hélette im Süden. Durch das Gebiet fließt der Aran, ein kleiner Fluss, der die Landschaft prägt.
Erstmals erwähnt wird der Ort in historischen Aufzeichnungen des Mittelalters, als die Region noch zwischen französischen und englischen Herrschern umstritten war. Die Burgruine von Belzunce erinnert an diese Zeit, als hier 1450 ein Friedensvertrag den Übergang Labourds an Frankreich besiegelte. Wirtschaftlich lebte Ayherre lange von der Landwirtschaft, besonders vom Anbau von Mais und Wein.
Heute prägen vor allem die Kirche Saint-Pierre aus dem 17. Jahrhundert und die mittelalterliche Burgruine das Bild. Beide Bauwerke stehen unter Denkmalschutz und ziehen Besucher an. Die Gemeinde bewahrt damit ihr kulturelles Erbe, während sie sich in die malerische Landschaft des Baskenlands einfügt.